Worte zur aktuellen Lage:
Geburt und Tod

Liebe Freunde

Es ist mir ein Herzenswunsch in dieser sehr turbulenten, schwierigen Zeit ein paar Worte zu schreiben. In dieser Woche habe ich in mehreren Medien und von vielen Politikern immer wieder den Satz gehört: „Es geht um Leben und Tod“!

Ich dachte mir sofort, ist dies wirklich so oder verbirgt sich genau hinter dieser Massenaussage der Medien das Problem der gegenwärtigen Situation? Es stellt sich sofort die Frage, was ist Leben? Als Christen kennen wir die Worte Jesu Christi: „Ich bin das Brot, das die Welt am Leben erhält; ich lebe in Euch und Ihr lebt in mir“.

Diese Worte, sowie das Leben Jesu Christi, widersprechen der oben erwähnten Aussage der Medien vehement und können uns Klarheit geben. Das Leben ist ein ewiges Geschenk Gottes und vergeht nicht mit dem Tod und beginnt nicht mit der Geburt. Ist es nicht genau dieser Irrtum über das Leben, welches durch die Virus-Krise aufgedeckt wird? Durch Anhaftung an Besitz, Arbeit und Wissen erzeugen wir eine vergängliche Persönlichkeit unserer Selbst, welche sich über den Körper und das Dasein in dieser Welt definiert und genau diese Person hat Angst, das Leben zu verlieren.

Wenn wir in uns gehen und an einen geliebten verstorbenen Menschen denken, so kann unser Herz augenblicklich von Liebe und Leben erfüllt werden. Denn: „Was wirklich ist, kann sein Dasein nicht verlieren“.

Durch das Praktizieren von Yoga haben wir die Möglichkeit, uns immer wieder dem Unvergänglichen hinzugeben. Im Alltag können wir üben, indem wir uns an den unsichtbaren Dingen erfreuen. An der freundlichen Geste eines nahestehenden Menschen, der Schönheit der Natur, der Ewigkeit eines stillen Augenblickes, immer im Gedanken an die Ewigkeit unseres Seins.

Unsere Körper können krank werden, aber in unserem Bewusstsein sollte ein unerschütterlicher Glaube an das ewige Glück des Lebens sein. In diesem Sinne sind wir alle vereint und ich freue mich auf ein baldiges Wiedersehen mit Euch allen.

Herzlichst
Janakananda

Sobald es die Zeit möglich macht, werden wir das Jahresprogramm neu ausrichten und Meditationsblöcke einschieben.