Transzendenz erweckt den Menschen
zu bewusstem Glücklichsein.

Janakananda

Brief Adventszeit 2025

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Liebe Yogafreunde

Es ist mir eine Freude zur bevorstehenden Adventszeit ein paar Worte zu schreiben.

Wir leben gegenwärtig in einer herausfordernden Zeitepoche. Die geopolitischen Spannungen lösen auch unter Menschen viele Konflikte aus. Bei genauerem Betrachten des täglichen Lebens können wir feststellen, dass wir jeden Tag vom Leben die Möglichkeit erhalten, nach der Himmelsleiter zu greifen oder uns selbst in den Abgrund zu manövrieren. Dies alles geschieht in unserem Herzen, unserem Bewusstsein. Wir allein entscheiden die Richtung unseres Geistes und die daraus entstehenden Probleme.

Vor Jahren habe ich mein Yogabuch mit dem Titel „Yoga oder liebe deinen Nächsten als dein Selbst“ geschrieben. Dieser Satz klingt zu Beginn mehr philosophisch als praktisch anwendbar und doch verbirgt sich in diesen Worten alles, was Yoga ausmacht und alles wofür wir leben.

Durch unsere Anhaftung an der manifestieren Welt,  - welche darin besteht Dinge, Fähigkeiten und Wissen zu besitzen - entwickeln wir unser Ich-Bewusstsein. Infolge dessen beginnen wir Menschen wahrzunehmen, welche in unseren Augen schuldig sind, weil sie nichts verstehen, sich falsch verhalten uns nicht ernst nehmen usw. Unser Herz beginnt sich an jeder Kleinigkeit zu nerven und aufzuregen. Dieser ganze innere spannungsgeladene Bewusstseinsprozess ist unvermeidbar, solange wir der Anhaftung, sprich unserem Verlangen, nachgeben. Alle Yogawege, sowie die Meditation haben den einen Zweck, nämlich unsere Sicht auf Umstände, Menschen und Schöpfung zu transzendieren. Was bedeutet dies?

Im „Vater Unser“ (Gebet) steht unter anderem:  „Vergib uns unsere Schuld sowie auch wir vergeben unseren Schuldigern, denn dein ist das Reich, die Kraft und die Herrlichkeit...“

Schuld muss also vergeben werden, so wie sie auch uns vergeben wird. Vergebung bedeutet jedoch nicht, dass wir dem Mitmenschen sein Verhalten, seine Forderungen, sein Unrecht vergeben, sondern dass wir alles, was in unseren Augen geschieht, in uns selbst zur Erlösung bringen. Dies ist nur möglich, wenn wir durch Yoga und Meditation unseren Geist so reinigen, dass wir erkennen, dass alles, was um uns herum geschieht, durch unsere persönlichen Anhaftungen hervortritt. Niemand verhält sich gegenüber uns in irgendeiner Art und Weise ohne dass die Ursache dafür in uns selbst liegt. Nur wenn die Ursache in uns liegt, vergeben wir wahrhaftig und sehen keine Schuld am Mitmenschen. Alle Opfergaben, welche in den Schriften erwähnt wurden, stehen für die persönliche Anhaftung, welche man aufgibt, nachdem die eigene Schuld erkannt wurde. Dies aufgrund der tiefen Einsicht, dass einem Nichts zusteht, kein Recht, kein Wissen, keine Forderung. Dies zu ertragen nennt man Leidensweg ohne den es keinen wahren Frieden gibt.

Diese einzige Lebensaufgabe, welche wir alle haben ist die Himmelsleiter, durch welche wir in glückliche Gefilde geraten und gerade zur Adventszeit, wenn Vieles im Leben dunkler wird, haben wir die Möglichkeit, dies zu üben. Ohne diese Arbeit zu vollbringen, gibt es keine geistige Freiheit. Wer ausser wir Selbst kann es tun? Viele Male scheitert man bei dieser Arbeit und fragt sich: „Kann es sein, dass dies wirklich ich bin?“ Nach all den Jahren die ich übe, kann ich euch versichern, dass dem so ist. Darin liegt aber auch das grosse Versprechen Jesu Christi. Wir können die Arbeit selbst tun und müssen nicht warten, bis die Welt sich ändert. Darin besteht die Gnade Gottes, da wir selbst Schmiede unseres Schicksals sind. In diesem Sinne wünsche ich Euch allen eine gute Adventszeit und freue mich Euch alle bald zu sehen.

Isabelle hat die Yoga-Website zusammen mit Stephanie erneuert. Die Aktivierung folgt in den nächsten Wochen. Gleichzeitig war es mein Wunsch, diverse neue Aktivitäten in unsere Yogaschule zu bringen. Katrin Wawer, Patrizia Jenni-Baur, Tanja Henz, Maria Wilhelm sowie Amrita und Nityananda werden das Jahresprogramm mitgestalten. Zusammen mit Nityananda werde ich einerseits Yoga-Weiterbildungen durchführen sowie auch ein Einführungsseminar. Alle unsere Yogakurse bieten die Möglichkeit, Yoga auf unterschiedliche Art und Weise zu begegnen. Andere Menschen, andere Lehrer/innen erweitern und ergänzen unseren Horizont. Insbesondere junge Menschen können von anderen jungen Menschen geistig Nutzen erlangen. Es ist mir ein Anliegen, jungen Menschen die Möglichkeit des Yoga anzubieten. Dies nicht nur durch meine Person, sondern durch jemanden Gleichaltrigen. Maria Wilhelm bekommt meine volle Unterstützung und hat in sich, was es dafür braucht. 

Wir würden uns alle sehr freuen, wenn ihr uns gemeinsam unterstützen könntet. Vielleicht kennt ihr Menschen in eurem Umfeld, welche ihr für den einen oder anderen Kurs begeistern könnt.

Wir freuen uns Euch bald zu begrüssen.

Herzlichst 

Janakananda