Rad des Lebens - Yoga als Weg

Yoga-Bild-Aerni

Ausführliche Bilderklärung
Der Egerkinger Kunstmaler C. R. Aerni hat dieses Bild nach Angaben von Janakananda in Oel gemalt. Der Buddha-Kopf oben in der Mitte ist Sinnbild für die geistige Ausrichtung, für Verwirklichung und für das Göttliche. Flankiert ist dieser Avatar von Janakananda und von einer Schülerin auf dem Yoga-Weg.

Diese Yogini ist dreifach dargestellt:
Links unten, von der Seite, mit heller Aura im Licht der Versenkung – auf der rechten Seite die Capretto-Terrasse mit dem blauen Menschen-Stern: unsichtbare Führung und Schutz.

In der Mitte, in extremer Rückwärts-Stellung – Ausdruck für das Loslassen von Anhaftungen und Symbol für das Rad des Lebens.

Oben, im “Yogananda-Meer” stehend oder diesem entschwebend – Wasser ist Symbol des Lebenskreislaufes – zwischen Buddha-Kopf und Sacré Coeur (Heiligstes Herz).

Die Yogini im Zentrum des Bildes, auf Capretto-Welt-Boden, zeigt das “Auf-dem-Weg-Sein” – stetiges Bemühen in dieser “steinigen” Welt – im Rücken der Stern als Ausrichtung und Verheissung. Die fünf dargestellten Reise- resp. Pilger-Orte umgeben die Yogini wie ein schützender und stützender Kreis – die Praktizierende im Zentrum eines symbolischen Lebenskreises. Janakananda ist, etwas erhöht, integriert in diesen Kreis – in seiner kraftvollen Präsenz sowohl Motor und Ruhepunkt – mit Blick nach innen und in die Unendlichkeit. Die Yogini ist fast nackt – Ausdruck unseres vergänglichen Daseins und Hinweis auf unser wirkliches Sein.

Diagonal von links unten nach rechts oben verläuft eine helle Achse, von der Kontemplation über das Asana-Rad und über Janakananda in die ätherischen Weiten. Die zweite Diagonale, von rechts unten nach links oben, führt vom Welt-Boden über die Asana-Praxis – unterwegs Yogananda zuwinkend – über die fortgeschrittene Yogini in die Höhe. Diese diagonalen Aufwärts-Bewegungen werden in den oberen Ecken verstärkt durch die Spitzen der Sacré Coeur und des Mont St. Michel.

Analog zu den diagonalen Bewegungen sind die fünf Elemente horizontal nach oben dargestellt. Unten unser weltlicher Ausgangspunkt – Erde. In der Mitte ist das Element Wasser dreimal vorhanden oder angetönt. Feuer ist im Rad des Lebens implizit enthalten. Luft natürlich im ganzen Bild, sichtbar nach oben. Äther durchdringt auch das ganze Bild, besonders ausgedrückt in der hellen Diagonale.

Buddha, das geistige Prinzip, in goldenem Farbton, hat Entsprechungen im Irdischen: In den zwei sakralen Bauwerken, in der oberen Yogini, im Yogananda-Hügel und im Ausgangs-Boden mit der “blauen Blume”.
Rad des Werdens – Rad des Lebens – Alpha und Omega – Anfang und Ende

Alfons Lurz - in Absprache mit Janakananda